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Moskau & St. Petersburg -

Zeit um alte Klischees über Bord zu werfen

Im August 2011Ich lande im schnörkellos-modernen Flughafen Domodevo in Moskau. Zur Beschleunigung der Passkontrolle stehen etwa 15 Schalter offen, wo nicht mehr als je 5 Passagiere warten. Es geht etwa so schnell wie bei Ankunft in Zürich und auf jeden Fall ist es weniger mühselig als am Kennedy Airport in New York. Während der Fahrt in die Stadt staune ich über die Werbung, die von den feinsten Labels bis hin zur vertrauten IKEA oder sogar Marke OBI reicht. Die Hotels sind nach europäischem Standard eingerichtet, so zumindest mein Hotel Sretenskaya, das in einem sehr hübschen Stadtteil von Moskau liegt. Verschwunden sind hier die Etagendamen stattdessen sin alle Zimmer sind mit WIFI Anschluss bestückt.  Auch die russische Küche hat sich globalisiert, die Grenzen haben sich auch gastronomisch weit geöffnet. Wer auf dem Roten Platz müde ist kann sich im McDonalds, kyrillisch ausgeschildert, verköstigen oder sogar in der Sushi Fastfood-Kette, die ausgezeichnete japanische Spezialitäten serviert. Letztere haben wohl den sehr teuren schwarzen Kaviar abgelöst und anstatt Wodka trinkt man in Russland gerne auch mal ein Glas Rotwein oder französischen Champagner.

Roter Platz – Im Sommer sind hier viele Touristen unterwegs, häuptsächlich Russen. Die zentralasiatischen und mongolischen Gesichtszüge verraten die Herkunft aus den entfernten Provinzen Russlands. Vorbei sind die Zeiten, als man sowohl die Kremlkirchen und die Hermitage nach exaktem Stundenplan und in wohlgeordneten Gruppen besuchte. Heute kauft man sich ein Ticket an der Kasse oder noch schneller geht es, wenn man die erforderliche Stückelung der Rubel zur Hand hat, wenn man am Automaten sein Ticket und Fotobewilligung selber ausdruckt. Zu durchaus zivilen Preisen von ca. 7 – 10 Franken spaziert man dann mit dem Audio Guide nach Lust und Laune in den heiligen Hallen herum. Und zur grossen Überraschung darf man praktisch überall und sogar im State Hermitage Museum in St. Petersburg fotografieren. Stellen Sie sich das Vergnügen vor, Picasso, Kandinsky, Monet, Michelangelo und andere Werke grosser Meister nach freier Lust und unbegrenzt fotografieren zu dürfen.

Auch eine Bootsfahrt auf dem Fluss Moskwa ist sehr reizvoll. Kreml und die anderen wichtigen Bauten lässt man an sich vorbeiziehen und kann mit einem Retour-Ganztagesticket jederzeit an Land gehen und danach wieder mit dem nächsten Schiff weiterfahren. Ähnlich geht es mit den Bussen der City Tours. Nach dem System Hop on and Hop Off, kann man den ganzen Tag durch Moskau fahren und bei jeder beliebigen Station aus- und einsteigen.

Das Angebot ist verlockend und vielfältig und so wird der Rubel immer rollen, was jedoch kein grösseres Problem darstellt, vorausgesetzt man hat eine Kredit- oder Bancomat-Karte dabei. Dies ist nämlich die einfachste Art an Bargeld zu kommen. Es gibt in der ganzen Stadt viele Bancomat-Automaten, wo man zu einem günstigen Kurs Rubel beziehen kann. Interessant ist, dass die Raiffeisen Bank, die uns Schweizern wohl vertraut ist, gut vertreten ist.

Ein Ballet-Besuch sollte auch nicht fehlen, auch wenn das Bolshoi-Theater wegen Umbau geschlossen ist. In einem kleinen Theater gleich daneben finden die schönen Aufführungen  des Russischen Nationalballetts statt. Das lange Anstehen um Tickets ist in Moskau gut gelöst. Denn in der Nähe des Theaters gibt es Ticket-Kioske, wo man auch kurz vor der Aufführung auf dem Computer seinen Platz aussuchen kann und schon sitzt man unter den Einheimischen in einer wunderbaren Ballett-Aufführung von Schwanensee oder Dornröschen. Das kulturelle Angebot ist absolute Weltspitze. Hier lebt es sich als Tourist heute nicht weniger frei und komfortabel als in jeder anderen westlichen Grossstadt. Im Ganzen gesehen gilt: das neue Russland lädt mit warmer Herzlichkeit ein.

 

Margrith Sengupta/August 2011

 

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