•  
  •  

Lakshmi, Durga und Kali in Kolkata und Orissa

             
Calcutta oder neu Kolkata und Orissa führen auf der touristischen Landkarte Indiens noch immer ein Schattendasein und das ist schade. Schon allein die Megastadt Kolkata hat Erstaunliches zu bieten. Hier treffen sich koloniale Vergangenheit und moderner Wirtschaftsboom, hier begegnet man im College Street Coffee House Intellektuellen und am Gangesufer Sadhus, die sich ein reinigendes Bad gönnen, hier besuchten wir den Tempel der dunklen Göttin Kali und gleich nebenan das Sterbehaus der Mutter Teresa. Dieses hat sich in den letzten 60 Jahren nicht im Geringsten verändert, steht jedoch aus unerfindlichen Gründen momentan leer, ebenso die zweite Mutter Teresa Stiftung. Umso lebendiger die weitläufige Ramakrishna Mission, die dem grossen Hindu Gelehrten Ramakrishna gewidmet ist und wo Liebe und Toleranz gelehrt werden. Ihre Tempel, Gartenanlagen, Schulen und Gedenkstätten werden täglich von Zehntausenden besucht, alle festlich gekleidet und alle fröhlich gestimmt - nur Ausländer fehlen hier.
Ramakrishna Mission

Sehenswert auch das Museum mit seinem reichen Schatz altindischer Kunst, das Bildhauer-Viertel, wo die Götterfiguren für die zahlreichen Tempelfeste hergestellt werden - wir begegneten dort ungezählten, zum Teil drei und mehr Meter grossen Lakshmi Statuen, der botanische Garten und das Victoria Memorial, heute ein Museum der Kolonialgeschichte.

Doch Kolkata ist auch Ausgangspunkt zum Besuch der hochberühmten Hindutempel von Orissa, vielbewundert für ihre kühne Architektur sowie für ihren oft erotischen Skulpturenschmuck. Es sind Tausende, aber keine Sorge - wir sind in Indien und im Land am heiligen Ganges lebt die Archäologie.Die Tänzerinnen, die die Tempelmauern zieren, begegnen uns am Abend bei einer Show von Odissi Tänzen erneut und diesmal anmutig  bewegt. Im 1198 erbauten Jagannath Tempel drängen sich Pilger aller Kasten und verschiedenster Religionen. Diese  werden von 6000 Priestern betreut und täglich mit 50 000 Mahlzeiten bewirtet. Natürlich könnte man in Puri auch im Meer baden, doch wir zogen es vor, am grossen Tempelfest der Durga teilzunehmen. Die Partnerin von Shiva symbolisiert Schöpfung und Zerstörung in einem.




Besuchen Sie mit uns Orissa und geniessen Sie eine stressfreie Fahrt auf dem Ganges.

Siehe Gruppenreise:




Text. Dr.Charlotte Peter, November 2011