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Buchbesprechung - STÄTTEN DES HISTORISCHEN BUDDHA



Nichts einfacher als eine sogenannt klassische Indienreise mit den Maharaja Palästen von Rajasthan, dem Taj Mahal und Kerala. Hier gibt’s Hotelunterkünfte jeder Art, gute Verkehrsverbindun-gen, Verpflegung nach Wunsch und hundertseitige Erklärungen in den Reise-handbüchern. Weit schwieriger eine Indienfahrt auf den Spuren Buddhas. Viele Gedenkstätten sind nur als Ruine erhalten, schwer zugänglich, kaum bekannt und interessieren vor allem Buddhisten aus Japan, Korea und anderen buddhistischen Ländern, nicht aber Ausländer. Und doch: die Reise lohnt gerade wegen ihren Geheimnissen. Warum dem so ist, erfährt man aus dem Buch STÄTTEN DES HISTORISCHEN BUDDHA - eine archäologische Spurensuche von Hans Wolfgang Schumann und Anagarika Santuttho.



Mit wissenschaftlicher Präzision zeichnen die Autoren nicht nur das Leben Buddhas nach, sie orientieren auch bis ins kleinste Detail über die Orte, an denen der Erleuchtete gelehrt und gewirkt hat. Was ist Legende, was ist historisch bewiesen? Was geschah mit dem Bodhi Baum? Wie sieht die Geburtsstätte in Lumbini nach den japanischen Renovierungen aus? Was erwartet den Besucher in Sarnath? Wie sorgfältig haben die Archäologen gearbeitet? Schwer zu entscheiden, wie man das Werk der Fachgelehrten einreihen soll. Sicher ist, dass es ein Standartwerk der Indologie, zugleich aber eine höchst spannende, wenn auch sehr sachliche Biographie des grossen Religionsstifters und schliesslich ein nützlicher Reiseführer für anspruchsvolle Indienfahrer ist.

Wir empfehlen das Buch all denjenigen, die etwas mehr wissen wollen über Buddha und über das Land am heiligen Ganges.

ISBN 978-3-932337-35-2
Originalausgabe 2010 Werner Kristkeitz Verlag, Heidelberg/Leimen,
www.kristkeitz.de